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KategorieThe Elder Scrolls Online

Die Gefährten – Ein Griff ins Klo?

Viele Veteranspieler, sowie Anfänger, die „The Elder Scrolls Online“ spielen, haben sich auf sie gefreut: die Gefährten.

Doch so groß die Vorfreude war, so schnell ist sie bei den meisten bereits verpufft.

Hieß es anfangs noch, dass man mit den Gefährten Randoms laufen könnte und sie eine recht gute Unterstützung, zumindest in normalen 4er Verliesen seien, so wurden die Spieler sich doch schnell der Realität bewusst: Zum questen sind die Gefährten super, doch bereits in normalen 4er Verliesen zeigen sich ihre Schwächen.

Bastian macht als Tank an sich eigentlich einen ordentlichen Job: Er zieht die Aggro, blockt und heilt sich, wenn es sein muss – dennoch ist er bereits beim Endboss der Pilzgrotte auf normal (das leichteste 4er Verließ) heillos überfordert und stirbt bei jedem starken Angriff des Bosses.

Mirri teilt als DD gut Schaden aus und macht auch als Anfängerheilerin eine ganz gute Figur – sofern es nicht zu heiß hergeht. Denn bekommt sie zuviel Schaden ab, kippt sie sofort um.

Das Aussehen

Optisch ist alles super: Man kann den Gefährten entweder ihre Montur anlassen oder ein Kostüm anziehen, welches man besitzt. Leider nur so eingefärbt, wie man es für sich selbst eingefärbt hat – entsprechend komisch sieht es aus, wenn man einen weiblichen Char hat und zB. Bastian das gleiche Kostüm anziehen möchte – denn dieser sieht darin u.U. sehr seltsam und bunt aus. Besser wäre gewesen, wenn man sich ein Kostüm für den Gefährten aussuchen und es nur für ihn oder sie einfärben könnte. Leider kann man den Gefährten auch keine seiner anderen Monturen anziehen und auch nicht die Erscheinung wechseln.

Ständig im Weg

Ein nächster Punkt, weshalb die meisten Veteranen keine Gefährten mitnehmen ist, dass sie sich – ähnlich wie Lyris oder Sai Sahan – stets in den Weg stellen. Wenn man angelt, muss man ständig die Position wechseln, da sich der Gefährte sofort in den Weg stellt. Sobald man etwas einsammeln möchte, stellt er sich sogar auf den einzusammelnden Gegenstand (oder zB. vor die Kommode), so dass man diese nicht mehr anvisieren kann.

Was ebenfalls sehr nervig im täglichen Spieleverlauf ist, dass man zB. Bastian immer wegstecken muss, sobald man etwas auf dem Weg stehlen möchte. Bis er weggeschickt ist, kam womöglich jemand anderes vorbei und hat sich das Diebesgut geschnappt – ähnlich wie bei den vielen Spielern, die einem ständig die Ressourcen vor der Nase stehlen, wenn man davor steht und auf „E“ klickt.

Bei jedem kleinsten Tier ist Mirri einem mit einer negativen Beziehung am abstrafen, obwohl man diese fürs angeln sammeln muss. Hinzu kommt, dass es wahnsinnig lange dauert, eine positive Beziehung zu den Gefährten auszubauen, wenn man normal spielt und sich nicht völlig den Gefährten hingibt.

Fazit:

Für absolute Anfänger können die Gefährten nützlich sein. Beim questen sind sie eine passable Unterstützung.

Für Fortgeschrittene und Veteranen sind die Gefährten allerdings völlig überflüssig, da man nur solange minimal mehr Schaden macht, bis sie mal wieder umkippen. Dann müssten sie geretzt werden – was die meisten aber nicht tun, da sie es i.d.R. nciht einmal mitbekommen, wenn der eigene Gefährte stirbt.

Es ist eine nette Möglichkeit, ein paar Quests mehr zu erhalten (Gefährtenquests), aber da hört der Nutzen dann leider schon auf.

1.001 Probleme dank Zenimax

Was sollte man nie tun? Richtig! Die ersten ca. 2-3 Wochen nach Einführung eines neuen Kapitels The Elder Scrolls Online spielen.

Wobei … selbst, wenn man es doch tun wollte, könnte man es nicht. Denn Zenimax schafft es immer wieder, ca. alle 2 Tage „Notfallwartungen“ einzufügen.

Die Folgen dieser Patches, die eigentlich „Fehler“ beheben sollen (von denen die meisten Spieler ohnehin nichts mitbekommen):
– alte Bugs tauchen regelmäßig wieder auf
– Gildenevents werden ständig abgesagt oder verschoben, weil Zenimax solche Wartungen grundsätzlich nur zur besten Spielzeit ausführt (wie aktuell Samstag um 12 -15 Uhr)
– neue Fehler werden hinzugefügt
– neue Spieler, die aufgrund des Kapitels das Spiel gekauft haben, werden sofort verschreckt, weil das Spiel zu ca. 50% aus Wartezeit besteht.

Wer nun denkt, dass dies nur bei dem Kapitel „Blackwood“ passiert, muss leider korrigiert werden, denn diese Situation, die tausende Spieler im Forum extrem wütend macht, wiederholt sich mit jedem neuen Kapitel. Es verhält sich ähnlich wie mit den 5-Tage Event, von denen man oft – mit viel Glück – gerade mal 2 Tage spielen kann, weil die Restzeit in Wartungen endet. Selbstverständlich ohne Worte der Entschuldigung oder einer Entschädigung.

Man könnte natürlich auch Wartungen 1 oder 2x die Woche machen – gesammelt. Oder man macht die zu Zeiten, die nicht zu den Hauptstoßzeiten für Spieler gehören, um diese nicht zu verärgern. Dies hat Zenimax leider in 6 Jahren nicht verstanden und wird diese Einstellung wohl leider auch in Zukunft nicht ändern.

Fazit:
The Elder Scrolls Online ist und bleibt das interessanteste und beliebteste MMORPG – wenn es denn mal online ist …

The Elder Scrolls Online: Blackwood

Warum sich viele Veteranen auf die Gefährten freuen

Nicht nur in meiner Gilde „Die hungrigen Wölfe“ habe ich mit vielen über das folgende Kapitel „Blackwood“ vom Spiel „The Elder Scrolls Online“ gesprochen, sondern auch mit sehr vielen anderen Spielern und auch mit einigen Youtubern, die dieses Spiel spielen.

In einem sind sich alle einig: Sie freuen sich sehr auf die Gefährten, die im neuen Kapitel eingeführt werden.

Ja, ich gebe zu, ich selbst war zunächst nicht sehr davon begeistert, weil der Frust darüber, dass auch dieses Jahr wieder keine neue Klasse ins Spiel eingeführt wird, sehr tief lag. Alle waren zunächst gehiped, dass nun wieder Zeit ist, eine neue Klasse zu erhalten (wie es in den letzten Jahren ca alle 2 Jahre regelmäßig passierte) – und wir alle wurden zunächst maßlos enttäuscht.

Auch ich dachte mir zunächst: Warum lässt man das, was nahezu alle Spieler sehnsüchtig erwartet haben weg, nur um den Spielern unnötige Kampfpartner zur Seite zu stellen?

Sicher, für blutige Anfänger sind die Gefährten mit der Zeit nützlich. Allerdings müssen diese erst freigeschaltet werden und können somit auch nicht von Beginn an genutzt werden. Außerdem ist das farmen des passenden Gears wohl – laut Youtuber Kollegen, die Platz für den Testserver haben – langwierig und etwas nervig. Mit anderen Worten: Die Gefährten sind nur für Fortgeschrittene Spieler und Veteranen wirklich nützlich.

Warum also freuen sich soviele Veteranspieler nun auf die Gefährten?

Der Grund ist ganz einfach: Die Gefährten ersetzen Randomspieler!

Pro Spieler kann man einen Gefährten mit in die Gruppe nehmen. Hat man also zwei Spieler, ist eine 4er Gruppe voll und man kann nun – voraussichtlich ohne 30min bis 2 Std warten zu müssen – schneller in ein Random rein.

Das erfreut natürlich insbesondere Veteranen, die ja bekanntlich oft zu zweit Randoms laufen (zu zweit hat man die längsten Wartezeiten – insbesondere, wenn nach 1-2 Damagedealern gesucht wird).

Auch fortgeschrittene Spieler tun sich gerne zu zweit zusammen, um Randoms zu laufen. Ob die Gefährten hier einen guten Ersatz für Randomspieler bieten, wird sich zeigen. Erste Tests zeigen, dass die Gefährten nur höchsten 50% so gut sind, wie ein realer Spieler – wobei es da ja auch himmelweite Unterschiede aufgrund des Rangs und der Erfahrung gibt.

Veteranen allerdings, die i.d.R. die meisten Verliese alleine durchgespielt haben, haben bereits angekündigt, dass sie die Option der Gefährten sehr befürworten und sich entsprechend darauf freuen.

Somit hat Zenimax unterm Strich doch etwas richtig gemacht, indem nicht auf den lauten Schrei der Spieler gehört, sondern ein völlig neues „Kampfsystem“ eingefügt wurde.

Ich bin sehr gespannt, ob das Ergebnis auch so positiv ist, wie es aktuell den Anschein hat.